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Verbraucherabzocke mit kostenlosen Apps: Über Werbebanner in Smartphones zu kostenpflichtigen Abos!

Geschrieben von Virabell Schuster am 27. April 2011 um 11:16 Uhr

Der hier beschriebene Fall betrifft die neue Generation der Abo-Fallen. Es geht um Content-Abos über Smartphones. Diese sind noch schwerer zu erkennen. Sie sind noch teurer und der Mobilfunkanbieter zieht die Gebühren ein. Der Geschädigte kann schauen, wie er sein Geld zurück bekommt! Wenn es ganz schlecht läuft, droht die Sperrung der Sim-Karte. Für den Betroffenen gibt es so gut wie keinen Ausweg!

Es geht wie so oft um Spiele, Klingeltöne, Hintergrundbilder, Logos usw. Diese kann man durch Anklicken eines Werbebanners auf einer App auf dem Smartphone (zum Beispiel IPhone oder Android-Handy) vermeintlich kostenlos erhalten. Tatsächlich sind diese Angebote kostenpflichtig. Durch einen Klick auf den Werbebanner im Handy gelangt man zu der anbietenden Internetseite. Gleichzeitig wird dadurch unter anderem die Handynummer und die Info, welches Gerät benutzt wird (MSISDN- und IMEI-Nummer) an den Webseitenbetreiber übermittelt. Über diesen Datenstrom gelangt der Betreiber zum Mobilfunkprovider des Handybesitzers. Der Kunde wird identifiziert. Der Mobilfunkprovider zieht die angeblich entstandenen Abo-Gebühren ein. Dies ist dann auch der entscheidende Unterschied zu den sonst bekannten Web-Abofallen, bei denen die Diensteanbieter darauf angewiesen sind, dass der Nutzer den Betrag von sich aus bezahlt. Wer nicht bezahlt oder Beträge zurückbuchen lässt, läuft Gefahr, dass der Telefonanbieter die Sim-Karte sperrt. Ärger und Macherei sind vorprogrammiert. Der Geschädigte muß, anders als bei den klassischen Abofallen, tätig werden und schauen, wie er sein Geld zurück bekommt. Das ist mit viel Aufwand verbunden und kostet zumindest Zeit und Ärger.

Hinweise:

  • Von vornherein sollte man für seine eigene Handynummer- soweit dies möglich ist – die Sperrung der Mehrwertdienste bei seinem Telefonanbieter beantragen (sogenannte Drittanbietersperre). Sofern dies nicht möglich ist, hilft nur ein Anbieterwechsel!
  • Es sollte in jedem Fall Widerspruch gegen die Telefonrechnung erhoben und die Bundesnetzagentur benachrichtigt werden.
  • Des Weiteren sollte der angeblich zustande gekommene Vertrag gegenüber dem Webseitenbetreiber widerrufen, gekündigt und angefochten werden.
  • Leichter gesagt als getan der Rat zum Schluss: Nichts anklicken, was man nicht kennt! Im Zweifel zu Hause am eigenen PC (nicht am Arbeitsplatz!!!) das Angebot aufrufen und einer genauen Prüfung unterziehen!

Informationen zu Abofallen in Internet und Erfahrungsberichte finden Sie im Blog.

2 Kommentare zu “Verbraucherabzocke mit kostenlosen Apps: Über Werbebanner in Smartphones zu kostenpflichtigen Abos!”

  1. Headphoneblooger sagt:

    Hallo an alle, auf kostenlose App reingefallen, genau das ist mir passiert. Das beste ist, ich habs erst nicht gemerkt, weil ich die Handy rechnung auch nciht immer genau prüfe. 3 x haben die was vom Konto abgebucht. Den letzten Betrag hab ich zurück buchen lassen. dann kam die Drohung mit Kündigung usw. Das Iphone verkaufe ich jetzt bei ebay. mir reichts. Hat jemand sein Geld zurük bekommen?.
    Viele grüße, mike

  2. firstinfreestyle sagt:

    hatte auch ne Bango-abbuchung…die Frechheit ist, dass ich nicht das Geringste!! von denen bekommen habe…sonst wärs ja noch halbwegs ok—-das Geld hole ich mir wieder…ist natürlich keine E-mail…oder irgendwas auf deren Page zu finden….absolute Frechheit von diesen Geizärschen´!!! aber leider habt ihr euch mit dem Falschen angelegt….

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