Abofallen

Bei den sogenannten Abofallen handelt es sich regelmäßig um Dienstleistungen die über Internetportale zum Download angeboten werden. Sie sind nach dem Verständnis des Durchschnittsverbrauchers kostenlos. Tatsächlich sind die Angebote kostenpflichtig. Die Kostenpflicht ergibt sich zumeist aus Hinweisen und/oder aus den allgemeinen Geschäftsbedingungen. Diese Hinweise werden häufig übersehen und. Der Nutzer muß sich zunächst auf der Internetseite anmelden und am Ende der Seite „Jetzt anmelden“ klicken. Der Button „Jetzt anmelden“ ist gewöhnlich mit einem Sternchen versehen. In dem dazu gehörende Hinweis wird die Kostenpflicht mitgeteilt. Durch das Anklicken des Anmeldebuttons kommt nach Vorstellung der Webseitenbetreiber ein kostenpflichtiger  oft mehrjähriger Vertrag zustande. Diese „versteckte“ Kostenpflicht und die mehrjährige Bindung wird dann umschrieben mit dem Begriff Abo-Falle.

Branchenbuchabzocke

In Falle der Branchenbuchabzocke geht es darum, dass Online-Branchenbuchbetreiber Formulare zum kostenpflichtigen Eintrag in ein regionales Branchenbuch im Internet an Gewerbetreibende verschicken. In dem Formular wird der Unternehmer regelmäßig aufgefordert, die Richtigkeit und Vollständigkeit der im Formular voreingetragenen Daten zu prüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen. Es folgt der Satz: „Ihr Basiseintrag sowie dessen Aktualisierung sind kostenlos“. Am Ende des Formulars im Kleingedruckten wird dann aber auf eine meist hohe Kostenpflicht hingewiesen und auf die mehrjährige Vertragslaufzeit. Dies übersieht der Unternehmer regelmäßig und unterschriebt das Formular.

Allgemeine Hinweise zur Vorgehensweise bei Abofallen und Branchenbuchabzocke:

  • Haben Sie sich auf einer derartigen Seite angemeldet und eine Zahlungsaufforderung erhalten, ist zu prüfen, ob überhaupt ein kostenpflichtiger Vertrag zustande gekommen ist.
  • In jedem Fall sollte der (vermeintlich) abgeschlossene Vertrag widerrufen werden und zwar auch dann, wenn die Widerrufsfrist womöglich abgelaufen ist.
  • Je nach Konstellation kommt auch eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung oder Irrtum in Betracht.
  • Vermeintlich abgeschlossener Vertrag fristlos und hilfsweise ordentlich kündigen.
  • Widersprechen Sie gegenüber dem Webseitenbetreiber der Weitergabe Ihrer persönlichen Daten an die SCHUFA.
  • All diese Erklärungen sollten dem Diensteanbieter/ Webseitenbetreiber idealerweise per Einwurf-Einschreiben zugestellt werden. Die Erklärungen sollten unverzüglich abgegeben werden.

Beiträge zu Kostenfallen (z. B. Branchenbucheinträge, Abofallen, kostenloses Webdesign) finden Sie [Hier].  Beiträge zum Thema Verbraucherschutz (z. B. Gewinnspielabzocke) finden Sie [Hier].

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