Immer wieder erhalten Verbraucher Zahlungsaufforderungen von Inkassodienstleistern, die im Auftrag anderer Unternehmen tätig werden. Aktuell melden sich Betroffene mit Schreiben von pajisto Forderungsmanagement, in denen Forderungen für die Firma PaySelect geltend gemacht werden. Solche Schreiben sorgen häufig für Verunsicherung, insbesondere wenn der angebliche Gläubiger nicht sofort zugeordnet werden kann.
Wer ist pajisto Forderungsmanagement?
pajisto Forderungsmanagement tritt als Inkassodienstleister auf und macht offene Forderungen für Dritte außergerichtlich geltend. Die Tätigkeit beschränkt sich dabei grundsätzlich auf das Forderungsmanagement, also auf Zahlungsaufforderungen, Mahnungen und die Kommunikation mit Schuldnern. Ein Inkassoschreiben ersetzt keinen gerichtlichen Titel und begründet für sich genommen noch keine Zahlungspflicht. Maßgeblich ist allein, ob eine wirksame Forderung des angeblichen Gläubigers besteht.
Was ist PaySelect?
PaySelect ist nach außen hin als Zahlungsdienstleister beziehungsweise als Abrechnungs- oder Zahlungsplattform bekannt. In der Praxis taucht der Name häufig im Zusammenhang mit Online-Diensten, Abonnements, digitalen Inhalten oder Drittanbieterverträgen auf. Zahlungsdienstleister werden oft zwischengeschaltet, wenn Zahlungen für andere Unternehmen abgewickelt oder Forderungen gesammelt abgerechnet werden. Für Verbraucher ist dabei nicht immer transparent, wann und wodurch ein Vertrag zustande gekommen sein soll.
Wie entstehen Forderungen in diesem Zusammenhang?
Forderungen, die über PaySelect abgerechnet werden, beruhen häufig auf Online-Verträgen, kostenpflichtigen Testzugängen oder Abonnements, die über Webseiten oder mobile Dienste abgeschlossen wurden. Nicht selten geben Betroffene an, sich an keinen bewussten Vertragsschluss zu erinnern oder lediglich eine kostenlose Leistung erwartet zu haben. Gerade bei digitalen Angeboten kommt es immer wieder zu Streit über Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen oder die Frage, ob überhaupt ein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist.
Was sollte man nach Erhalt der Zahlungsaufforderung prüfen?
Nach Erhalt eines Schreibens von pajisto Forderungsmanagement sollte zunächst geprüft werden, ob der Name PaySelect bekannt ist und ob es einen nachvollziehbaren Bezug zu einem eigenen Vertrag oder einer genutzten Dienstleistung gibt. Entscheidend ist, ob im Inkassoschreiben konkret dargelegt wird, woraus sich die Forderung ergibt, wann sie entstanden sein soll und wie sich der geforderte Betrag zusammensetzt. Allgemeine oder pauschale Angaben reichen nicht aus, um eine Zahlungspflicht zu begründen.
Wie sollte man reagieren?
Von einer vorschnellen Zahlung ist regelmäßig abzuraten. Sinnvoll ist es, die Forderung sachlich zu prüfen und gegebenenfalls eine nachvollziehbare Darlegung der Anspruchsgrundlage zu verlangen. Insbesondere bei angeblichen Online-Verträgen sollte geprüft werden, ob ein wirksamer Vertragsschluss nachweisbar ist und ob Kündigungen oder Widerrufe möglicherweise bereits erfolgt sind. Inkassokosten sind nur dann erstattungsfähig, wenn überhaupt eine berechtigte Hauptforderung besteht.
Rechtliche Einordnung und Unterstützung
Wenn Sie auch eine solche Zahlungsaufforderung erhalten haben, können Sie diese hier per Email (RAinSchuster@kanzlei-schuster.de) einreichen. Sie erhalten sodann im Rahmen unserer zeitlichen Kapazität eine Bewertung der Sach- und Rechtslage und eine Empfehlung zur weiteren Vorgehensweise. Durch die Beantwortung Ihrer Anfrage entstehen noch kein Mandatsverhältnis und noch keine Anwaltskosten. Telefonische Anfragen können aus Zeitgründen nicht beantwortet werden. Aufgrund der täglichen Bearbeitung einer Vielzahl von Fällen zum Thema Abofallen und Verbraucherschutz kann ich Ihnen schnell und kompetent weiterhelfen. Die außergerichtliche Vertretung und Beratung erfolgt bundesweit.

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